Felgen – Typen, Pflege & was beim Kauf wichtig ist

Stahl oder Alu? Welche Einpresstiefe passt? Wann braucht eine Felge eine Eintragung? Dieser Ratgeber erklärt alle wichtigen Aspekte rund um Autofelgen kompakt und klar.

Verschiedene Alufelgen – Silber und schwarz Leichtmetallfelgen

Stahlfelgen vs. Alufelgen

Stahlfelgen
  • Günstiger (20–60 € pro Felge)
  • Widerstandsfähiger bei Schlägen (verbiegen statt brechen)
  • Pflegeleicht, Streusalz macht weniger aus
  • Ideal für Winterreifen (Salz, Kälte)
  • Keine Eintragung nötig (wenn Fahrzeugfreigabe vorhanden)
Alufelgen
  • Leichter → besseres Fahrverhalten, weniger ungefederte Masse
  • Ästhetisch vielfältigere Designs
  • Bessere Wärmeableitung von der Bremse
  • Teurer (100–600 € pro Felge)
  • Empfindlicher gegenüber Bordsteinen

Wichtige Felgenmaße verstehen

Einpresstiefe (ET)

Die Einpresstiefe gibt an, wie tief die Felge in den Radkasten hineinragt. Sie wird in Millimetern angegeben (z.B. ET40). Eine zu geringe ET (Felge steht zu weit raus) kann Karosserie-Kontakt oder Fahrzeugsteuerungsprobleme verursachen und ist zulassungspflichtig.

Lochkreis (LK)

Das Muster der Radbolzen-Löcher — z.B. 5×112 bedeutet 5 Löcher auf einem Kreis von 112 mm Durchmesser. Muss exakt zum Fahrzeug passen.

Nabenbohrung (ZE)

Der Durchmesser des zentralen Lochs der Felge. Muss ≥ Nabenzentrierung des Fahrzeugs sein. Ist sie zu groß, können Zentrierringe verwendet werden.

Breite und Durchmesser

Angabe in Zoll: z.B. 7J × 16 bedeutet 7 Zoll breit, 16 Zoll Durchmesser. Die passende Reifengröße hängt direkt von diesen Maßen ab.

Wann brauche ich eine Eintragung?

Eine Felge mit allgemeiner Betriebserlaubnis (ABE) für das entsprechende Fahrzeug braucht keine separate Eintragung in den Fahrzeugschein. Das Prüfzeichen (oft TÜV oder KBA-Zulassung) reicht aus — aber das Fahrzeug muss in der Fahrzeugliste der ABE stehen.

Eine Eintragung durch den TÜV oder eine KFZ-Prüfstelle ist nötig, wenn:

  • Die Felge keine ABE für dein Fahrzeug hat
  • Die ET wesentlich von der Fahrzeugnorm abweicht
  • Die Felge deutlich breiter als die Freigabe ist

Felgenpflege & Reinigung

  • Regelmäßig reinigen: Bremsstaub ist aggressiv — wöchentlich mit mildem Felgenreiniger und Wasser reinigen.
  • Felgenreiniger nach Typ wählen: Säurehaltige Reiniger sind effektiv, aber für beschichtete oder polierte Felgen schädlich. Immer pH-neutral oder auf den Felgentyp abgestimmt kaufen.
  • Versiegelung: Eine Felgenversiegelung (Keramik oder Wax) erschwert das Anhaften von Bremsstaub und erleichtert die Reinigung.
  • Bordsteinschäden reparieren: Kleine Kratzer können durch Felgenreparatur-Sets oder beim Fachbetrieb ausgebessert werden. Tiefe strukturelle Schäden: Felge ersetzen.
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Häufige Fragen

Stahlfelgen sind für den Winter meist die bessere Wahl: Sie sind günstiger, robuster gegen Schlaglöcher und verbiegen statt zu brechen. Streusalz und Kälte machen ihnen weniger aus. Alufelgen für den Winter sind möglich, erfordern aber mehr Pflege.

Die Einpresstiefe (ET) gibt an, wie tief die Felge in den Radkasten hineinragt. Bei zu niedriger ET steht die Felge zu weit heraus, was Karosserie-Kontakt verursachen und die Zulassung gefährden kann. Die zulässige ET steht im Fahrzeugschein oder der ABE der Felge.

Der Lochkreis (LK) ist der Durchmesser des gedachten Kreises durch die Mittelpunkte aller Radbolzenlöcher. Z.B. 5×112 = 5 Löcher auf 112 mm. Bei 5-Loch-Felgen von Lochzentrum zu Lochzentrum gegenüber messen, oder mit einem Lochkreis-Messwerkzeug.

Ja, wenn die Felge eine allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) hat und dein Fahrzeug in der zugehörigen Fahrzeugliste steht. Dann braucht es keine separate Eintragung im Fahrzeugschein. Ohne passende ABE ist eine TÜV-Eintragung erforderlich.

Kleine Kratzer und Schürfer können vom Felgenreparaturdienst für ca. 50–120 € pro Felge ausgebessert werden. Tiefe Deformierungen oder strukturelle Schäden sind nicht sicher reparierbar — dann muss die Felge ersetzt werden.